Skoda Fabia Combi riskiert eine große Klappe


Skoda riskiert eine große Klappe: Ein gutes halbes Jahr nach der Premiere des Fabia Steilhecks reichen die Tschechen deshalb jetzt auch einen Combi nach. Der kleine Lademeister mit dem überraschend großen Raumangebot steht beim Händler und kostet in der Basisversion 10 740 Euro. Damit ist er exakt 600 Euro teurer als der Fünftürer. Gegenüber dem Vorgänger ist der Fabia Combi zwar nur um sieben Millimeter gewachsen und misst nun 4,24 Meter. Doch ist der Raumgewinn beachtlich: Vor allem wegen der fast fünf Zentimeter mehr Höhe und natürlich wegen des respektablen Radstandes kann man vorn wie hinten ganz kommod sitzen und im Heck ordentlich einladen. Wo der 25 Zentimeter kürzere Fünftürer mit seinen 300 Litern schon eine Bestmarke unter den Kleinwagen setzt, düpiert der neue Kombi sogar manches Auto, das ein, zwei Klassen höher angesiedelt ist: „480 Liter passen hinter die große Klappe“, sagt Projektleiter Petr Marek stolz und freut sich über 54 Liter mehr Stauraum als beim Vorgänger. Stellt man erst die Sitzkissen der Rückbank auf und legt dann die Lehne um, ist das neue Platzangebot noch eindrucksvoller-. 15 Prozent Gewinn gegenüber dem Vorgänger lassen das Gepäckabteil auf 1 460 Liter wachsen. Dazu gibt es ein Gepäckrollo, das mit einem Fingerstreich automatisch einfährt, Taschenhaken in der Seitenwand oder abgeteilte Staufächer hinter den Radkästen. Und gegen Aufpreis bekommt der Combi neben den üblichen Trennnetzen auch ein paar variable Raumteiler. Unter der Haube regiert die Vernunft. Deshalb bieten die Tschechen wie beim Fünftürer eine überraschend große Auswahl zwischen vier Benzinern mit 60 bis 105 PS und drei Diesel, die 70, 80 oder 105 PS leisten. Zwar kommen die schnellsten Motoren nahe an 200 Sachen, und die sparsamsten brauchen nur 4,6 Liter, doch bleiben die allesamt mit einem Pumpe-Düse-System bestückten Diesel einfach laute Gesellen, die auf einen baldigen Systemwechsel zum Common-Rail-Prinzip hoffen lassen. Erst einmal allerdings lernt der Fabia das Sparen. Denn analog zum Wolfsburger B1ue Motion-Programm legen die Tschechen im Frühjahr eine „Green Line“ auf, die mit dem kleinsten Modell starten wird. Dafür wird der 80 PS starke Diesel in Steilheck und Kombi so optimiert, dass der Verbrauch im Fünftürer um rund zehn Prozent auf 4,1 Liter und der CO2-Ausstoß auf 110 Gramm pro Kilometer sinken sollen. Wie teuer sich Skoda das Sparen bezahlen lassen wird, will Vorstandschef Reinhard Jung noch nicht verraten: „Doch wer uns kennt, der weiß, dass wir dafür schon keinen vierstelligen Aufpreis nehmen werden.“