Audi A3 Cabrio - Beginn einer neuen Offenheit


Audi steht am Beginn einer neuen Offensive. Denn während draußen so ganz langsam der Winter heraufzieht, machen die Bayern jetzt schon Lust auf einen Sommer voller Cabrios. Nachdem sie bei der Motorshow in Los Angeles mit der Studie Cross Cabrio Quattro zum ersten Mal die Hüllen haben fallen lassen, rücken sie nun den offenen A3 ins Rampenlicht. Ein ganzer Reigen luftiger Premieren steht bevor. Schließlich wird es in absehbarer Zeit auch einen Nachfolger für das A4 Cabrio geben, das zwar wieder ein Stoffdach bekommt, aber wohl künftig dem A5 zugeschlagen wird. Und auch den Roadster des R8 dementiert man in Ingolstadt nur nach halbherzig. Am Stoffdach festhalten: Anders als viele Wettbewerber und die Konzernmutter VW in Wolfsburg hält Audi dabei stur am Stoffdach fest. So bekommt auch das erste Cabrio in der A3¬-Geschichte keine Blechhaube, sondern eine textile Mütze, für die die Bayern eine Reihe von Vorteilen reklamieren: Sie wiegt weniger, geht enger zusammen, sieht besser aus und ist obendrein noch billiger. Und an Komfort muss es dabei zumindest mit dem so genannten Akustik-Verdeck nicht mangeln. Das öffnet und schließt auf Knopfdruck oder per Fernbedienung im Schlüssel vollautomatisch und lässt sich auch bis Tempo 30 bewegen. Genau wie das halbautomatische Verdeck für Sparbrötchen faltet es sich binnen neun Sekunden in eine kleine Box hinter den Rücksitzen und braucht dort weder eine Persenning, noch eine Abdeckhaube. Und auch der Kofferraum wird nicht beeinträchtigt. Er fasst mit offenen wie geschlossenem Dach immerhin 260 Liter und kann dank der umklappbaren Rücklehnen auf maximal 674 Liter erweitert werden. Bei einer Ladelänge von 1,50 Metern passt dann auch ein Mountain-Bike und anderes Sportgerät in den Kofferraum. Zum neuen Dach gibt es auch ein frisches Design, das den A3 mit neuen Front- und Rückleuchten und der Option auf Tagfahrlicht mit LED-Technik näher an den A4 rückt. Außerdem bekommt das Cabrio wie jeder offene Audi eine umlaufende Chromleiste, die den Wagenkörper vom Himmel trennt. Nur auf den glänzenden Rahmen der Frontscheibe haben die Bayern verzichtet. Und statt automatisch ausfahrender Überrollbügel gibt es zwei feststehende Metallstreben hinter den Rücksitzen, an die man sich erst noch gewöhnen muss. Vier verschiedene Motoren: Das neue Cabrio bietet Audi mit je zwei Benzin- und zwei Dieselmotoren an. Alle Aggregate haben vier Zylinder und werden mit Turbolader und Direkteinspritzung bestückt. Sie decken ein Leistungsspektrum von 105 PS bis 200 PS ab und können zum Teil auch mit dem aufpreispflichtigen Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden. Der Allradantrieb quattro dagegen ist für das offene Auto nicht verfügbar. Das schnellste A3 Cabriolet erreicht 231 km/h, und das Sparsamste ist mit 5,1 Litern auf 100 Kilometern zufrieden. Mit dem offenen A3 ist es für die Frischluftfreunde unter den Audi-Fahrern aber nicht getan: Wem der Platz im Fond zu eng ist, der kann auch auf ein A5 Cabrio hoffen. Und wem die 200 PS des A3 zu wenig sind, darf auf den Roadster des R8 gespannt sein. Kein Wunder also, wenn man in diesem Winter in Ingolstadt ganz besonders gespannt die Wetterprognose für den kommenden Sommer verfolgt.