Mit dem Mitsubishi Lancer Sportback unterwegs –
„Einstieg mit fünf (vier) Türen und einem Dachspoiler“.

Seine Premiere feiert der fünftürige l.ancer Sportback auf dem Pariser Autosalon. Die neue Karosserievariante wurde nach Angaben von Mitsubishi speziell für den europäischen Markt entworfen. Die Frontpartie des Fahrzeugs weist eine weitere Variation des bekannten „Jetfighter“-Designthemas auf. Der Sportback besitzt einen voll ausgeformten Grill mit matt-schwazem Finish und Chromeinfassung. Bei der generellen Formgebung orientierte sich Mitsubishi an der gezeigten Studie „Concept-Sporlback“. Die neue Rückansicht des Fließheck-Lancers zeigt die Familienähnlichkeit zur Limousine, besonders auffällig ist der serienmäßige Dachspoiler.

Ich bin den Sportback mit dem 1,8-Liter-Benziner bereits gefahren. Lesen Sie meinen Ersten Eindruck. So lang wie die C-Klasse; Der Fließheck-Lancer wurde speziell für den europäischen Markt entwickelt und soll künftig rund 70 Prozerrt des Gesamtvolumen der Baureihe ausmachen. Mit einer Länge von knapp 4,59 Meter ist der S-Portback rund eineinhalb Zentimeter länger als der Viertürer - und damit genauso lang wie eine Mercedes C-Masse. Preislich hingegen orientiert sich der Japaner eher am VW Golf oder am neuen Lancia Delta, der mit einer Länge von 4,52 Meter auch größenmäßig als direkte Konkurrenz anzusehen ist. Mitsubishi hofft darauf, mit dem Sportback sowohl Interessenten von Kompakt- als auch von Mittelklasseautos ansprechen zu können. Eigenständiges Design: Äußerlich ist die Verwandtschaft zur Lancer Sportlimousine zwar unverkennbar, dennoch besitzt der Sportback ein eigenständiges Design. Die Front ist durch das so genannte „Jetfighter“-Gesicht mit einer schräg zulaufenden Haifischnase und einem großen, trapezf8rmigen Kühlergrill gekennzeichnet Ab der zweithöchsten Ausstattungsstufe sorgen zudem Seitenschweller und 18-Zoll-Leichtmetallfelgen für einen sportlichen Auftritt. Diesen Eindruck soll auch der große Dachspoiler unterstützen. Er wirkt jedoch ein wenig überdimensioniert und in der Basisversion - also ohne Seitenschweller und mit 16-Zöllern - eher deplatziert. Als ein bisschen billig, weil blechern, empfanden wir den Türensound beim Offnen und Schießen. Der Innenraum ist insgesamt sachlich-nüchtern gestattet und besticht durch Übersichtlichkeit. Die Mittelkonsole ist nicht mit Schaltern überfrachtet, das Cockpit sehr aufgeräumt. In Röhren liegende Instrumente und eine geschwungene Umfassung sorgen jedoch für ein wenig Pep. Überzeugendes Platzangebot: Viele Funktionen lassen sich über das optional erhältliche Multi Communication System bedienen. Neben der Navigation und der Audioanlage beinhaltet diese auch einen Info-Bereich, der Werte wie den Durchschnittsverbrauch und die Außentemperatur anzeigt. Netter Clou: Das Eingabefach für DVDs und CDs verbirgt sich hinter dem ausklappbaren Monitor. Überzeugend ist das Platzangebot im „Lancer Sportback". Die Beinfreiheit ist auf allen Plätzen gut. Hinten sitzen die Passagiere, die nicht größer sind als 1,80 Meter, bequem. Es ist bekannt, dass die Automobilindustrie einen Viersitzer mit Heckklappe einfach als Fünftürer einstuft. Ich habe noch niemanden gesehen, der durch die Heckklappe einsteigt. Handschuhfach mit Kühlfunktion: Gedanken haben sich die Ingenieure rund um das Thema Stau- und Gepäckraum gemacht. Neben diversen Ablagefächern gibt es ein Handschuhfach mit Kühlfunktion, in dem sich beispielsweise Getränke frisch halten lassen. Auch im Gepäckraum gibt es innovative Lösungen. Die Ladekante fällt erfreulich niedrig aus. Dank eines absenkbaren Gepäckraumbodens kann das Platzangebot von 288 auf 344 Liter vergrößert worden. Praktisch: Die Lehnen der Rücksitzbank lassen sich mit einem Handgriff automatisch über einen Hebel im Kofferraum umlegen. Ausreichendes Triebwerk: Mitsubishi startet den Lancer Sportback mit vorerst zwei Motorisierungen: Neben dem 943 PS starken Benziner steht noch ein Zweiliter-Diesel mit 140 PS zur Verfügung. Ein 109 PS starker Ottornotor mit 1,5 Liter Hubraum soll das Angebot 2009 nach unten abrunden. Der 1.8 Liter-Benziner unter der Haube unseres Testwagens ist ausreichend für den Sporback,. ohne großes Entzücken hervorzurufen. Im unteren Drehzahlbereich wäre etwas mehr. Durchzugskraft durchaus wünschenswert. Das maximale Drehmoment von 178 Newtonmeter steht erst bei 4.250 Umdrehungen zur Verfügung, darunter wirkt der Vierzylinder etwas schwerfällig. Als Höchstgeschwindigkeit gibt Mitsubishi 196 km/h an. Mit einem angegebenen Durchschnittsverbrauch von 7,9 Liter auf 100 Kilometer ist der Lancer Sportback kein Spritsparweltmeister, sondern befindet sich hier eher im gesicherten Mittelfeld. Leider nur 5 Gänge: Etwas vermisst haben wir haben wir beim Handschaltgetriebe einen sechsten Gang. Den gibt es nur in Kombination mit dem Zweiliter-Diesel oder beim Autmatikgetriebe. Schwierigkeiten bereitete uns auch immer das Einlegen des Rückwärtsganges. Der Fünftürer liegt insgesamt ordentlich auf der Straße. Das Fahrwerk ist komfortabel ausgestattet und meldet nur große Unebenheiten direkt an die Passagiere. Vier Ausstattungslinien: Der Einstiegspreis für den Lancer Sportback 1.8 liegt in der günstigen Variante bei 19.250 Euro. Der neue Golf als 1.4 TSI mit 122 PS lieg mit 21.620 Euro liegt bereits mehr als 2.000 Euro über dem Sportback Und der Lancia Delta mit 1,4-Liter-Benziner und 150 PS ist auch erst ab 21.600 Ein zu bekommen. Der Fließheck-Lancer ist in vier Ausstattungslinien (Inforrn, lnvite. tnbense, instyle) erhältlich. Diese sind sinnvoll und intelligent zusammengestellt und erleichtern die Wahl des geeigneten Modells. Je nach Geldbeutel kann sich der Kunde entscheiden - von ordentlich bis wirklich gut ausgestattet. Der Instyle aus unserem Test beinhaltet für 26.150 Euro bis auf eine Metallic-Lackierung eine Komplettausstattung.. Diese umfasst unter anderem das Multi Communikation System, eine Lederausstattung, ein schlüsselloses Schließsystem, Xenon-Scheinwerfer sowie eine Soundanlage mit neuen Lautsprechern und einem Subwoofer.