Neuer Lancia ist Technologieträger für den
Fiat-Konzern. Delta parkt alleine ein

Nachdem es die vergangenen vier Jahre eher ruhig um Lancia geworden war, melden sich die Italiener jetzt umso schwungvoller zurück. Fast 30 Jahre nachdem der erste Delta das Licht der Welt erblickt hat, soll nun das Nachfolgemodell die Marke neu definieren und für frischen Wind sorgen. Lancia-Markenchef Ferdinand Kaiser sieht die Renaissance des Delta sogar als Technologieträger für den gesamten Fiat-Konzern. Aufsehen erregt er allemal - und das nicht nur wegen des neuen Marken-Logos, das Lancia mit dem Delta erstmals vorstellt. Seine Seitenlinie fließt gefällig und lang gestreckt nach hinten und vermittelt dadurch einen extrem dynamischen Eindruck, der durch die trapezförmigen Fenster unterstrichen wird:

Zudem wird der Wagen durch Merkmale wie LED Tagfahrtlicht aufgewertet, die bisher eher den höheren Fahrzeugklassen vorbehalten waren. Den eigentlichen Charme des jungen Italieners macht aber dessen technische Ausstattung aus. So wartet er unter anderem mit einem Spurhalteassistenten auf, der den Fahrer warnt, sobald er von der Fahrbahn abzukommen droht. Für verbesserten Fahrkomfort sorgen auch die elektronisch geregelten Stoßdämpfer, die sich der Bodenbeschaffenheit anpassen und so selbst auf unebenem Untergrund eine ruhige und entspannende Fahrt ermöglichen. Dasselbe gilt für das intelligente Handlingsystem, das dem Wagen etwa bei Kurvenfahrten mit höherem Tempo mehr Stabilität verleiht. Wer ähnlichen Komfort auch beim Einparken erwartet, der sollte bis zum Januar warten. Dann stattet Lancia den Delta optional mit einem Einparkassistenten aus, der dem Fahrer das lästige Rangieren abnimmt. Sobald der Wagen an einer potenziellen Parklücke vorbeirollt, erkennt eine Kamera deren Größe und leitet auf Wunsch den Parkvorgang ein. Dabei muss der Fahrer lediglich Gaspedal und Bremse bedienen - den kompletten Lenkvorgang übernimmt das elektronische System. Mit einer Länge von 4,52 Metern und einer Breite von 1,80 Meter, darf sich der Delta in punkto Raumangebot sogar eines Spitzenplatzes in der Kompaktwagenklasse rühmen. Das spiegelt sich vor allem auch beim Kofferraumvolumen wider. Bereits im Normalzustand fasst der, je nach Position der Rücksitze, zwischen 380 und 465 Liter. Bei Bedarf lässt sich der Kofferraum auf bis zu 1190 Liter vergrößern. Erhältlich ist der Delta in drei Ausstattungsvarianten (Argento, Oro und Platino) sowie mit sechs verschiedenen Motoren: Jeweils drei T Jet-Benziner und Multijet-Diesel-Varianten. Den Einstieg bei den Benzinern bilden die 1,4-Liter-Turboaggregate mit 120 bzw. 150 PS. Zudem gibt es eine 1,8-Liter-Version mit 200 PS. Als Diesel stehen ein 1,6-Liter-Multijet mit 120 PS, ein 2,0-Liter mit 165 PS sowie ein 1,9-Liter mit 190 PS zur Auswahl. Der Startpreis für den Lancia Delta liegt bei 19.990 Euro. (sv/eh)


Technik und Fakten: Maße: 4,52 m lang, 1,80 m breit, 1,50 m hoch
Motoren: 3 Benziner mit 120 bis 200 PS, drei Diesel mit 120 bis 190 PS
Verbrauch: 4,6 bis 7,0 Liter
Besonderheiten: automatischer Einparkassistent, Spurhalteassistent, elektronisch geregelte Stoßdämpfer.

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