Der neue Toyota Prius – Jetzt mit mehr Leistung und weniger Verbrauch. Weit über 1000 Kilometer mit einer Tankfüllung unterwegs.

Der neue Toyota Prius, einst der Pionier bei den Personenwagen Hybridantrieb, wird leichter, bietet fast ein Viertel mehr Leistung bei einem Durchschnittsverbrauch (nach EU-Norm) von 3,9 Litern auf 100 Kilometer. Für den neuen Prius unterzog Toyota den Hybridantrieb in seiner zweiten Generation einer umfassenden Weiterentwicklung, bei der 90 Prozent aller Komponenten neu konstruiert wurden.

Das wegweisende Antriebskonzept des Prius merkt man kaum. Nur die Stille beim Start klingt erst einmal etwas ungewöhnlich, weil die Zündung nur den Elektromotor auf Stand-By schaltet. Wer dann allerdings normal Gas gibt, wirft gleich den Verbrenner mit an und fährt mit der Kraft der zwei Herzen. Lässt man es etwas sanfter angehen, fährt der Prius auch nur mit Strom und kommt so im besten Fall beinahe drei Kilometer weit, bis die Akkus leer sind und sich beim Bremsen oder auf Gefällstrecken wieder aufladen. Fließende Übergänge: Natürlich ist das Zusammenspiel von Benzin- und Elektromotor nicht neu, doch es ist besser organisiert denn je. Die Übergänge sind fließend, beim regenerativen Bremsen fühlt man kaum mehr einen Unterschied zur mechanischen Bremse, und die drei Betriebsprogramme kommen dem persönlichen Fahrstil zugute: Im E-Modus fährt der Prius kurzzeitig nur mit Strom, selbst wenn ein Mix besser wäre, im Eco¬Modus ist er besonders sparsam unterwegs, und im Power-Modus gibt es zumindest ein bisschen so etwas wie Fahrspaß. Aber der Minimalverbrauch ist nicht das einzige Argument der Japaner. Sie werben obendrein mit der auffälligen Form, die man zwar mögen muss, aber zumindest mit keinem anderen Auto verwechseln kann. Und sie verweisen auf die umfangreiche Hightech-Ausstattung, die freilich in den meisten Fällen Aufpreis kostet - nur das Head-Up-Display und das schlüssellose Zugangssystem (für die Fahrerseite) sind neben sieben Airbags, ESP und Klimaanlage Standard. Den Parkroboter samt Navigationssystem und Rückfahrtkamera, die LED-Scheinwerfer, den Tempomat mit Abstandsregelung und Auffahrschutz sowie das Solardach, mit dem man den Wagen im Stand lüften kann, muss man dagegen extra bezahlen. Und selbst wer für 28 250 Euro das Top-Modell in Lack und Leder bestellt, muss die Sitze von Hand bestellen und blickt auf eine graue Plastiklandschaft, die so liebevoll und inspiriert wirkt wie ein Koreaner vor zehn Jahren: Einzig die bunten Bildchen im Mäusekino über der Mittelkonsole und der blaue Schaltknauf setzen ein paar kleine Farbkleckse. Riesenreichweite mit dem Prius: Das vorrangige Ziel bestand in einem noch leichteren und kompakteren Antrieb, der sich trotz eines weiter gesenkten Kraftstoffverbrauchs durch mehr Leistung auszeichnet, einen optimierten Fahrbetrieb bei kalter Witterung gewährleistet und zugleich eine beispiellose Senkung der CO2-Emissionen realisiert. Die Entwicklungsingenieure steigerten die Systemleistung um 24 Prozent von 84 kW / 113 auf 100 kW / 136 PS. In Sachen Fahrleistungen kann sich der neue Prius mit einem konventionellen 2,0-Liter-Pkw messen: Er beschleunigt aus dem Stand in nur 10,4 Sekunden auf 100 km/h eine Verbesserung von 0,5 Sekunden gegenüber dem Vorgänger. Die Höchstgeschwindigkeit liegt jetzt bei 180 km/h. Zugleich senkten die Ingenieure den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch um neun Prozent. Ein größerer Benzinmotor mit jetzt 1,8 Litern Hubraum sorgt für ein geringeres Drehzahlniveau bei hohen Geschwindigkeiten. Damit reduziert sich auch der Langstrecken-Verbrauch. Als weltweit einziger Familien-Pkw weist der Toyota-¬Vollhybrid damit nicht nur den Verbrauch eines kompakten Stadtautos auf, sondern zugleich eine Reichweite von 1150 km. Der neue Prius unterschreitet die Grenzwerte der Schadstoffnorm Euro 5, und Toyota geht davon aus; dass auch die Grenzwerte der kommenden Euro 6-Norm unterschritten werden. Er zeichnet sich durch den geringsten CO2-Ausstoß aller benzinbetriebenen Pkw auf dem Markt aus: 89 Gramm pro Kilometer.





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