Vietnam belohnt Teilnehmer der Reise mit vielen Eindrücken


Vietnam belohnt Teilnehmer der Reise mit vielen Eindrücken: Vietnam belohnt Reisende auf der Suche nach unverfälschten Eindrücken mit einer Fülle natürlicher und kultureller Schätze. Nach dem sich das Land ausländischen Besuchern erneut geöffnet hatte, entstanden in den Städten und an historischen Orten komfortable Hotels, die westlichen Ansprüchen gerecht werden. Von der Grenze zu China bis zum Mekong-Delta können Touristen heute ungehindert auf Entdeckung gehen. Allerdings sind in dem von 30 Jahren Krieg verwüsteten Vietnam trotz umfassender Bauarbeiten weite Teile des Straßennetzes noch in desolatem Zustand. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind leicht zu erreichen; wer sich für Ziele abseits der touristischen Routen interessiert, braucht etwas mehr Zeit und Geld. Vietnam, geschwächt durch einen langen Unabhängigkeitskrieg, jedoch vom Kolonialismus und den Folgen eines strengen Sozialismus befreit, ist emsig dabei, eine Marktwirtschaft aufzubauen. Touristen, Geschäftsleuten und Investoren stehen die Grenzen weit offen. Das Lächeln der Menschen zeugt von der Freude über die wieder gewonnenen Freiheiten, in erster Linie die für die Asiaten so Wichtige des Handels. Die Einheimischen vergleichen die Form ihres Staates auf der Landkarte mit einer Bambusstange, wie sie zum Tragen von Lasten verwendet wird: Dem Reiskorb an der einen Seite entspricht das Mekong-Delta, dem auf der anderen das Delta des Roten Flusses. Im Norden grenzt Vietnam an China, im Westen an Laos und Kambodscha, im Osten wird es vorn Golf von Tongking und dem Nam Hai (dem Südchinesichen Meer) umspült. Insgesamt nimmt Vietnam eine Fläche von 33 I 114 km2 ein, ist also beinahe 1,0 groß wie Deutschland. Auf dein schmalen, stellenweise nur 50 km breiten, doch dafür umso längcren Landstreifen leben über 81 Millionen Einwohner. Geografisch lässt sich die Nation in drei große Gebiete einteilen: im Norden das fruchtbare Delta des Roten Flusses (Tongking) mit Hanoi, Vietnams Hauptstadt (etwa 3 Millionen Einwohner); im Zentrum das Bergland (Annam), ausgerichtet auf die Hafenstadt Da Nang sowie die alte Königsstadt Hue; und schließlich im Süden das breite Mekong-Delta (Cochinchina), dessen Mittelpunkt die größte Stadt des Landes bildet, Ho Chi Minh City, das frühere Saigon (etwa 6 Millionen Einwohner). Unter den 54 verschiedenen Volksgruppen stellen die Viet die Mehrheit (86%). Sie leben fast ausschließlich im Tiefland und in den Städten, während die übrigen 53 Ethnien in den Bergen an der Grenze zu finden sind. Vietnam besteht zu drei Vierteln aus Gebirgen und Hochebenen. Das grüne Tiefland ist von Flüssen und Kanälen durchzogen, und vor der Küste liegen tausende von Inseln im Meer. Der höchste Berg des Landes ist mit 3 134 m der Fan Si Pan (Hoang Lien Son).

Über eine Million Zweiräder täglich auf Tour.

In Vietnam herrscht Aufbruchstimung. Mit offenen Armen und freundlichem Lächeln empfängt das Land seine Besucher. Das Straßenbild wird in den Großstädten von Kradfahrern und Fahrradrikschas geprägt. Oft treffen sich hunderte von quirligen "Straßenartisten". An der Ampel herrscht ein unvorstellbares Gedränge, entflechtet sich, wenn die Ampel auf grün springt. Vier bis fünf Vietnamesen auf einem Moped sind alltäglich. Auf den Kleinkrafträdern, vornehmlich aus China, wird einfach alles transportiert war kreucht und fleucht. Da wird schon mal ein ganzes Rind auf dem Sozius transportiert, drei bis vier Ferkel oder Enten, Gänse - alles natürlich lebend. Für unsere Tierschützer in Europa ein Bild des Jammers .

Von Edgar J. Herrmann



Foto 1: Millionen Verkehrsteilnehmer zwängen sich auf den Straßen

Foto 2: Alles was kreuscht und fleuscht wird auf den Kleinmotorrädern transportiert

Foto 3: Fein herausgeputzt der Regierungspalast in Hanoi